Städtische Galerie im Rathausfletz, Neuburg a.D.

TANDEM

maps & cuts

 
Michael Lukas & Kathrin Pfaff-Lukas

 

ORT Städtische Galerie im Rathausfletz, Neuburg a.D.

VERNISSAGE  Sonntag, 17. Juni 2018

BEGINN 11:30 Uhr

EINFÜHRUNG  Dr. phil. Stefan Graupner

AUSSTELLUNG 17. Juni - 15. Juli 2018

ÖFFNUNGSZEITEN Donnerstag, Freitag 17:00 – 19:00 Uhr
Samstag, Sonntag und Feiertage 11:00 – 19:00 Uhr

 M-ART

Seit 30 Jahren arbeiten beide Künstler, die bei Daniel Spoerri an der Akademie der bildenden Künste in München studiert und mit dem Diplom abgeschlossen haben als freie Künstler.

In ihrer ersten Gemeinschaftsausstellung, die sie für die Städtische Galerie im Rathausfletz in Neuburg an der Donau planen, zeigen sie aktuelle und ortsbezogene Arbeiten auf Leinwand und Papier, sowie ortsbezogene installative Arbeiten.

Kathrin Pfaff-Lukas setzt sich seit Beginn ihrer künstlerischen Arbeit mit dem Moment der Veränderung auseinander. Als Künstlerin arbeitet sie unter anderem mit den Mitteln mikroskopischer und zellartiger Strukturen, den modularen Bausteinen der Natur. Auf dem Bildträger simuliert sie eine laborartige Situation, in der sich die unterschiedlichen Erscheinungen einer vitalen Kraft formulieren.

Auf der Suche nach einer für sie allgemein gültigen Formel liegt der Fokus ihrer Arbeit in der immanenten Bewegung des Moments der Entwicklung, der Mutation, der Selektion und des Verfalls, sowie in der generationellen Weitergabe von Informationen und Konflikten. Die Faszination der verschiedenen Aspekte einer Entwicklung ist ein wichtiger Bestandteil in ihrer Auseinandersetzung mit dem Faktor Veränderung, dessen fließender und flüchtiger Moment unseren Lebensalltag bestimmt.

Die mit einem Skalpell in das Papier gezeichneten Linien und Flächen werden von Kathrin Pfaff-Lukas schichtweise aus dem unbehandelten Papier herausgearbeitet und das bis dahin Unsichtbare für den Betrachter sichtbar gemacht. Das Bild bleibt nicht auf dem Bildträger, sondern tritt reliefartig aus der Fläche.

Zitat: „Ich zeichne mit dem Skalpell auf dem Papier und die fragile Zeichnung verändert sich mit dem sich permanent wandelnden Licht.“

Kennzeichnend für das Gesamtwerk von Michael Lukas sind kartographische Formationen, mäandrierende Linien, Torusformen, Biomorphismen und Maßstabswechsel, die durch ein ‚windows-Prinzip‘ und flächenhafte Strukturen kontrastiert werden. Die simultanen Bild- und Raumkonzepte werden zum Modell unserer aktuellen Weltvorstellung. Der vertikale Blick, als der erhabene Blick einer Allschau, hinterfragt und relativiert die gewohnte Perspektive des Betrachters.

Michael Lukas, der seit 2015 als Dozent für Malerei an der Sommerakademie in Neuburg an der Donau unterrichtet, entwirft für das zentrale Säulengeviert eine mehrteilige Installation. Unter Einbeziehung der inhaltlichen Qualitäten und formalen Eigenschaften des Raumes entsteht eine ortsspezifische Installation mit 7 Modellierböcken. Die gezeigten Kleinskulpturen entwickeln sich aus den inhaltlichen Beziehungen und Verbindungen, die die materiellen Elemente sowohl mit den Gemälden, als auch mit dem Betrachter herstellen.

Zitat: „Die Relationen sind physischer Natur, aber auch abstrakt und inszenieren eine Begegnung, die eine Auseinandersetzung zwischen unterschiedlichen Kräften darstellt. Die Konsequenz des sich dadurch erweiternden Bildraums stellt intellektuelle Verbindungen her, die wir sonst nicht machen würden, immerzu davon abgehalten, uns auf ein Objekt, auf ein Bild, auf eine Idee zu fokussieren.“
 

Weitere Informationen unter:

Stadt Neuburg an der Donau
Amt für Kultur und Tourismus
Kathrin Jacobs, Dipl. Kulturwissenschaftlerin (Univ.)
Postfach 1740
86622 Neuburg an der Donau